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Freitag, 12. November 2010

Blogvorstellung Literatwo - Binea & Mr.Rail

Im Internet gehören Binea und Mr. Rail wohl zu den bekanntesten Literaturbloggern Deutschlands. Zusammen bloggen sie vor allem für den Blog.Lovelybooks, aber Neuigkeiten über ihre Projekte findet man auch auf deren Homebase Literatwo.

Das aktuell wohl größte Projekt beschäftigt die beiden mit der Frage „Kann man den Jakobsweg literarisch ablaufen?“ Dabei lesen Binea und Mr. Rail sämtliche Bücher, die ihnen in die Hände fallen und mit dem Jakobsweg zu tun haben. Dabei bloggen sie regelmäßig über ihre Erfahrungen beim literarischen Ablaufen des Jakobswegs, was von einem riesigen Publikum interessiert verfolgt wird.

Für meine Blogvorstellung haben mir die beiden Literaturliebhaber vier Fragen beantwortet:
Wie kam es zu der Teamarbeit? Wie sollte es anders sein - es entstand durch ein Buch. David Foster Wallace hat uns den Weg zu gemeinsamen Projekten gewiesen. Die Buchmesse in Frankfurt 2009 war hier die Quelle des gemeinsamen Literaturflusses. Raily hatte gerade mal knappe fünf Minuten, Binea davon zu überzeugen, dass der "Unendliche Spaß" wirklich seinen Namen verdient. Hierbei sind wohl alle literarischen Funken übergesprungen. Nachdem wir dann gemeinsam zu Preisträgern des Lovelybooks-Rezensionswettbewerbs „Leserkompass 2009“ erkoren wurden tauchten wir im Blog.Lovelybooks als Autoren auf und philosophierten ständig darüber, was wir noch alles realisieren könnten, wenn wir es in etwas "privaterer" Atmosphäre ansiedeln könnten. Aus unseren beiden kleinen Blogs wurde dann die gemeinsame Wohnung "Literatwo". Einerseits eine Plattform für eigene Projekte und andererseits auch der richtige Platz um Artikel im Blog.Lovelybooks vor- und nachzubereiten. Die Entstehungsgeschichten dieser Berichte sind oft garniert mit vielen persönlichen Erlebnissen, die wir nicht gerne verlieren möchten. Also schreiben wir zum Teil für uns und freuen uns riesig darüber, mit welch überraschend hoher Frequenz unsere Beiträge gelesen werden.

Wie arbeitet ihr an euren Teamprojekten? Schreibt jeder seine eigene Version des Textes und ihr besprecht dann per Mail eure Texte und entscheidet euch für einen? Oder trefft ihr euch regelmäßig? Wir leben ja gottlob im multimedialen Zeitalter. Rechner und Telefon helfen extrem weiter (wir denken schon an einen eigenen Literatwo-Satelliten). Aber ohne eine Vielzahl persönlicher Treffen geht es einfach nicht. Dabei hat sich Hof in Bayern (liegt irgendwie in der Mitte zwischen Dresden und München) zur eigentlichen Heimat unseres Blogs gemausert. Hier entstehen Ideen und Projekte, hier werden aus Gedanken kleine lauffähige Berichte und aus den sanftesten Wellen die größten Wogen. Darüber hinaus sind Buchmessen oder irgendwie erreichbare Lesungen und Literaturveranstaltungen auch geeignete Treffpunkte für uns. Dabei gibt es natürlich auch seltsame Auswüchse, wenn wir uns zum Beispiel in Hamburg zu einer Lesung "unserer" Margrit Schriber treffen. Bücher führen eben zusammen.
Eine lustige Erfahrung mussten wir auch machen. Wenn wir zum gleichen Zeitpunkt ein Buch lesen und darüber sprechen, dann ist es egal, wer die Rezension schreibt – sie ähneln sich wie ein Ei dem anderen,-))

Ist es nicht schwer, eure Teamarbeit mit Job und Familie unter einen Hut zu bringen? Habt ihr nicht Angst, dass die Familie oder der Job links liegen bleibt, wenn ihr an euren Projekten arbeitet?
Eine leicht gestellte Frage mit vielen Antwortmöglichkeiten. Das Ergebnis unserer leidenschaftlichen Arbeit sieht mehr als zeitaufwendig aus. Aber: lesen würden wir auch ohne den Blog exzessiv. Schreiben würden wir in Lovelybooks ebenfalls, weil wir dies ebenso gerne tun, wie seitenweise Zeilen in uns aufzusaugen. Einzig die Bündelung unseres Schaffens ist die neue Dimension unserer Projekte. Dabei arbeiten wir Hand in Hand, was einiges beschleunigt und andererseits ist dieses Hobby nicht gerade die Grundlage dafür, arbeitslos im Straßengraben zu landen. Im Gegenteil - es bereichert ungemein. Synergie in Reinkultur - so könnte man es nennen - oder buchige Symbiose. Egal - wir lieben es einfach.

Was plant ihr als nächstes? Mit welcher Autorin oder welchem Autor wollt ihr ein Interview führen? Welches Buch wollt ihr genauer unter die Lupe nehmen? Es gibt viele Projekte in unseren Köpfen - hier seien nur exemplarisch der 100. Todestag von Leo Tolstoi und unser Jakobsweg-Projekt genannt. Tolstoi wird in besonderer Weise bei uns und in Lovelybooks geehrt - bildlich gesprochen;-))
Und den Jakobsweg stellen wir uns in mehreren Etappen vor. Wir erlesen uns einige Teile des Weges - versuchen dabei nachzuempfinden, ob wir "leseblasenlaufend" pilgernd ans Ziel kommen können. Die zweite, sehr interessante Etappe wird sein, mit befreundeten Bloggern eine virtuelle Landkarte des Jakobsweges entstehen zu lassen. Die einzelnen Blogger besprechen dabei auf ihrem "Teilstück des Weges" ein Buch ihrer Wahl, das für sie von besonderer Bedeutung ist. Also nicht unbedingt nur Bücher über den Jakobsweg. (Es wäre aber lustig zu erfahren, wer sich freiwillig den Unendlichen Spaß ins virtuelle Reisegepäck lädt;-)) In den virtuellen Herbergen am Ende der Strecke trifft man dann auf den nächsten Blogger, der auf seinem Blog eine weitere Etappe beschreibt. Auf diese Weise legen wir Blogger lesepilgernd gemeinsam eine große Strecke zurück und die Landkarte füllt sich bis zu einem gemeinsamen Ziel, das jedoch geheim gehalten wird;-)) Und Humanist (das ist mein Profilname bei Lovelybooks) ist auch dabei....
Naja - und danach wird Literatwo wohl nach Santiago de Compostela wandern. Gewagte Prognose oder nicht - aber so sieht es gerade aus! Danke möchten wir jedenfalls jedem Leser, der sich zufällig oder gezielt unserer Seite nähert. Wir sind dankbar für jede Rückkopplung und jede ernstgemeinte Anfrage, den virtuellen Weg nach Santiago (also die zweite Etappe) gemeinsam mit uns zu erlesen und zu beschreiben.

Ich kann nur raten, Bineas und Mr. Rails Teamwork zu verfolgen! Auf Literatwo stellen sie die neusten Projekte immer vor und auf dem Blog.Lovelybooks gibt es dann die ausführlichen Berichte über Bücher, Autoren und Co.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Blogvorstellung Unter dem Mond und zwischen den Sternen

Den zweiten Blog, den ich euch vorstellen möchte ist: Unter dem Mond und zwischen den Sternen von Claudia Marina

Claudia Marina, die ein genauso großer Büchernarr ist, wie ich, bloggt auf ihrem Blog über Bücher! Doch sie hat auch etwas echt einzigartiges auf ihrem Blog: sie verknüpft Kunst mit Literatur. Diese Symbiose zwischen zwei Teilen der Kultur lässt sich in drei Teile unterteilen: der erste Teil ist das Bild oder das Gemälde, das die Grundlage für die anderen Teil bildet; ein zu dem Bild oder Gemälde gehöriger Text, wie zum Beispiel ein Gedicht, bildet den zweiten Teil; abgerundet wird das ganze von einem selbstgeschriebenen Text.

Für mich ist das ganze total neu und ich finde die Idee echt außergewöhnlich. Denn wenn man mal überlegt, beeinflussen Kunst und Literatur den Menschen doch fast täglich und somit ist eine Verbindung beider Gebiete doch eine super Idee.

Momentan berichtet Claudia Marina aber über etwas völlig Neues im Literaturbetrieb, nämlich über die KeinBücher. Bei den KeinBüchern handelt es sich um keine Bücher, die von einem Aufgaben abringen, die man mit einem normalen Buch nie tun würde. Dabei überträgt sich Claudia Marina's Spaß mit den Bücher auch auf die Blogleser und ich wollte am liebsten zu meinen KeinBüchern greifen und alle Aufgaben erneut erledigen.

Claudia Marina war so nett, mir für diese Blogvorstellung vier Fragen zu beantworten:

Claudia Marina, wie kamst du auf den Namen deines Blogs?
Genau kann ich das gar nicht sagen - ich wollte aber etwas, was nicht nur Literatur beeinhaltet, sondern einfach mehr, weil ich von Anfang an wusste, dass ich nicht nur Rezensionen veröffentlichen wollte. Ich habe einfach mit Worten rumgespielt - etwas im Sinne von Universum gesucht - und das ist dabei rausgekommen.


Die Verbindung zwischen Kunst und Literatur ist großartig und etwas völlig Neues. Warum stellst du solche Verbindungen auf?
Ich habe Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften studiert, zwar nicht gleichzeitig, sondern zeitlich getrennt, aber dadurch gehören für mich Kunst und Literatur einfach zusammen. Es gibt so viele Romane, Gedichte, sogar Lieder, die sich mit Gemälden beschäftigen - und diese möchte ich meinen Lesern gerne näher bringen. Es gibt ja auch viele Schriftsteller, die gleichzeitig Maler waren und umgekehrt. Beide Bereiche liegen nah beieinander. Auch das möchte ich anderen gerne bewusst machen.

Dein aktuell wohl größtes Projekt sind die KeinBücher. Wie schwer fällt es dir, die ganzen Aufgaben zu erledigen?
Der Anfang war sehr schwer - den Buchrücken zu brechen, da habe ich lange gebraucht. Aber dann fiel es mir immer leichter. Mittlerweile sehe ich KeinBuch auch nicht mehr als Buch an - mit meinen anderen Büchern würde ich niemals so umgehen - sondern eher als kreative Spielwiese.

Verrätst du mir schon, was du für deinen Blog als nächstes großes Projekt planst?
Zunächst beschäftige ich mich natürlich noch mit KeinBuch. Parallel plane ich aber einen Bericht zu den Twilight-Büchern von Stephenie Meyer, aber mehr verrate ich natürlich nicht, dann liest es ja keiner mehr! Dazu gibt es natürlich Rezensionen und auch die neue Kategorie Kunst trifft Literatur soll nicht zu kurz kommen.

Ich kann nur sagen: wer Claudia Marina's Blog nicht besucht ist selbst schuld! Nicht nur die Verbindung zwischen Kunst und Literatur ist außergewöhnlich, sondern auch Claudia Marina's Schreibstil und ihre Rezensionen.Unter dem Mond und zwischen den Sternen hat auch eine Fanseite bei Facebook, die sich über viele Fans freut!

Mittwoch, 1. September 2010

Blogvorstellung Wortsplitter

Es gibt so viele gute Blogs, dass man gar nicht mehr den Überblick behalten kann. Aber hier möchte ich jetzt ein wenig Abhilfe schaffen: in regelmäßigen Abstand möchte ich hier immer wieder ein Blog vorstellen, den ich gut finde und der mich begeistert.
   
Und beginnen möchte ich mit Simone's Blog: Wortsplitter
  
Simone, die beruflich etwas mit Webdesign macht, führt einen ganz besonderen Blog, denn bei ihr kann man Muse spielen! Dafür hinterlässt man einfach ein Kommentar mit fünf beliebigen Wörtern und Simone denkt sich dann eine Geschichte aus, in denen die fünf Wörter vorkommen. Die Geschichten sind großartig und begeistern alle.
  
Außerdem rezensiert sie Bücher, schreibt wunderschöne Gedichte, die sogar mich als Lyrikhasser begeistern, und vieles vieles mehr; aktuell gibt es eine Reihe von Artikeln mit der Überschrift "Mein Lieblings..." (bisher schrieb sie ein Artikel über ihre Lieblingskrimiserie und einen über ihr Lieblingsscifiuniversum).
  
Für die Blogvorstellung hat sie mir freundlicherweise vier Fragen beantwortet:
   
Wie kamst du auf die Idee zu deinem Blog?
Ich wollte mich im Schreiben verbessern und hatte begonnen meine Freunde nach den fünf Musenworten zu fragen und so langsam gingen mir die Freunde aus, dafür hatte ich plötzlich viele kleine Minigeschichten. Mein Wunsch war es, dass sie gelesen werden, damit ich erfahre, wie andere über meine Geschichten denken. Es war nicht so einfach, weil ich mich damit ja auch dem Risiko von Kritik ausgesetzt hatte. Bisher hatte ich Glück und konnte den im Web umgehenden schmutzigen Geschimpfe entgehen. Ich kenne ein paar Blogger, die per Mail oder Kommentar beschimpft werden. Wobei ich auch gelernt habe, dass gute Kritik vielen schwer fällt. Aber ich bin froh, dass die Fingerübungen so vielen gefallen.
      
Was beabsichtigst du mit deinem Blog?
Ich möchte mich mit anderen austauschen. Das als wichtigster Grund, ich möchte Menschen kennenlernen. Natürlich sind die Musenworte ein wichtiger Bestandteil meiner Schreibübungen. Wenn man jeden Tag etwas schreiben möchte, um sich zu verbessern, wartet ja nicht immer eine Idee am Schreibtisch, da ist es toll, wenn man sich von fünf Worten inspirieren lassen kann. Ich bin schüchtern und ein bisschen naiv. Philipp lach nicht *g* Ich versteh gar nicht, warum mir das niemand glaubt, aber es ist so. Und der Blog und die lieben Kommentare zu meinen Geschichten waren, SIND wichtig für mich, damit ich daran glauben kann, dass ich vielleicht mal ein Autor werde.
         
Warum sollte man deinen Blog verfolgen?
Na natürlich wegen der Fingerübungen *lach*
Hin und wieder versuche ich Literarische Schätze, die mich schon lange im Leben begleiten an meine Leser weiter zu geben, das scheint mir auch interessant und da sind ja auch die Rezensionen. Außerdem bin ich immer bereit per Kommentar mit meinen Lesern zu reden oder zu diskutieren. Aber warum jemand meinem Blog verfolgt, muss jeder für sich heraus finden.

     
Was bedeutet das Schreiben für dich?
Mh, das ist gar nicht so einfach. Teilweise gleicht es einem Exorzismus. Vor allem die Gedichte kommen oft beim Einschlafen. Dann geistern die Worte in meinem Kopf herum und lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Ich muss sie erst auf Papier bannen, sonst werde ich sie wirklich nicht los. Ausserdem treiben sich im meinem Kopf viele Geschichten herum. Ich bin eher ein chaotischer Mensch und als ich versucht habe, einfach drauf los zu schreiben, merkte ich, dass ich nicht weit komme, weil ich mich in den Ideen verliere. Deshalb sollen mir die Fingerübungen helfen Konzeption, Dialog, Erzählperspektiven und all das zu verbessern. Die täglichen Schreibübungen (ich gebe zu, täglich schaffe ich das nicht, aber sie so zu nennen ist meine Art der Motivation *g* ) sind auch ein Training der Disziplin. Ich liebe das Schreiben, wie beim Lesen kann man sich in fremden Welten und Leben verlieren und es ist auch noch interaktiv. Und ich liebe es, wenn ich anderen mit meinen Geschichten eine Freude machen kann.


Ich kann euch nur empfehlen, Simone's Blog zu verfolgen und bei ihr Muse zu spielen, denn Simone will ihr Talent zu schrieben trainieren, damit sie irgendwann mal große Bestsellerautorin wird – meiner Meinung hat sie das Zeug dazu schon!