Dienstag, 15. Februar 2011

Blogumzug

Dieser Blog ist aus technischen Gründen nach WordPress umgezogen!

Über Eure Besuche und Kommentare würde ich mich auch dort freuen. Hier wird es keinerlei Posts mehr geben. Das Bloggeburtstagsgewinnspiel gibt es, auch wenn der Blog bei WordPress neu ist, auf dem neuen Blog.

Hier der Link zu dem neuen Blog! Viel Spaß dort.
http://literaturecosmos.wordpress.com/

P.S.: Die Kontaktadresse bleibt literaturkosmos[at]live[punkt]com

Sonntag, 13. Februar 2011

Noch einmal zwei Wochen Murakami – „Murakami hat ein Talent, die Spannung über hunderte Seiten aufrecht zu erhalten!“

Heute gibt es nur einen ganz kurzen Bericht, denn ich habe in den letzten zwei Wochen leider wieder sehr wenig gelesen und liege immer noch krank im Bett. In zwei Wochen dann aber mal wieder etwas längeres!

Was mir besonders gefällt und auch besonders auffällt, ist, dass Murakami ein Talent dafür hat, die Spannung auch über hunderte Seiten aufrecht zu erhalten. Ich bin jetzt auf Seite 302 angekommen und muss sagen, dass es nicht einen Moment gab, der nicht spannend war oder bei dem ich mich nicht danach gefragt habe, wie es weitergeht.

Aber auch die Sprache gefällt mir sehr; sie ist sehr ruhig, aber dennoch spannungsgeladen und leuchtet dem Leser den Weg durchs Buch, das nur so vor tollen Stellen und sprachlichen Besonderheiten strotzt.

Ich freue mich schon so sehr aufs Weiterlesen und hoffe, dass ich in den nächsten zwei Wochen mehr lesen kann, als ich es in den letzten zwei Wochen getan habe. Murakami ist toll!

Donnerstag, 10. Februar 2011

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

„Präsident Snow sendet uns eine Botschaft? Hier habe ich eine für ihn. Sie können uns quälen und bombadieren und unsere Distrikte niederbrennen, aber sehen Sie das hier? Das Feuer breitet sich aus! Und wenn wir brennen, brennen Sie mit!“

Nach den großen 75. Jubiläumsspielen ist Katniss zu den Rebellen in Distrikt 13 gestoßen, das alle für vernichtet hielten. Die Befehlshaber im Distrikt verlangen von ihr, den Spotttölpel, das Symbol der Rebellion, zu spielen, doch sie muss so vieles verarbeiten. Distrikt 12, ihre Heimat wurde niedergebrannt, und Peeta wird vom Kapitol festgehalten – und gequält.

Doch dann, völlig unerwartet, ist Katniss dazu bereit, den Spotttölpel zu spielen, allerdings unter der Bedingung, dass sie, und nur sie, Präsident Snow töten darf. Präsident Coin, die Befehlshaberin der Rebellen, stimmt Katniss zu und von da an ist Katniss das Mädchen, das in Flammen stand, das Mädchen, dass zweimal die Arena überlebte und das Mädchen, das zum Symbol der Rebellion wurde!

Sie macht alles, was Coin von ihr verlangt, bis ihr auffällt, dass sie Teil eines perfiden Spiels ist, bei dem es um Leben und Tod geht, bei dem sie ihre Familie und Freunde nur schwer vor dem Tod retten kann und es scheint so, dass es nach dem Ende der Rebellion keine Zukunft mehr geben wird – weder für Katniss noch für Panem!

Suzanne Collins hat mich bereits mit „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ und „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ so sehr begeistert, dass ech dachte, es könnte keine Steigerung mehr geben, doch „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ hat mich von dem Gegenteil überzeugt!

In Katniss habe ich mich während des ersten Bandes der Reihe verliebt und so sehr mit ihr gehofft, dass es alles enden wird und dass alles besser wird, dass ich am Ende des Buches sogar die eine oder andere Träne vergießen musste, so sehr hat mich das Ende mitgerissen.

Während des gesamten Buches war ich immer wieder geschockt und erfreut, denn Katniss hat sowohl Siege errungen, als auch Niederlagen eingeräumt und jeder einzelne Sieg oder jede einzelne Neiderlage hat mich mitgerissen. Werde die typische Spannung in diesem Buch sucht, wird sie wahrscheinlich nicht finden, denn dieses Buch hat eine eigene, ganz typische Collins-Spannung.

Natürlich ist es spannend zu erfahren, wie Katniss Kämpfe ausgehen, aber dennoch ist die Spannung ganz anders, als ich sie aus anderen Büchern kenne – und irgendwie auch unbeschreiblich. Genrell fällt es mir schwer, diese Rezension zu schreiben, denn irgendwie ist alles an diesem Buch unbeschreiblich.

Katniss und Peeta sind zwei ganz besondere Charaktere, die sowohl von Niederlagen als auch von Siegen gezeichnet sind, und zeichnen sich durch eine gegenseitige Liebe aus, die die Leser berührt – und verzaubert!

Collins hat sich selbst übertroffen, ein fulminantes Ende geschrieben und mich mit ihrer Geschichte um eine große Liebe, Tod und Siege verzaubert, wie kaum ein zweites Buch. Ich werde Katniss so sehr vermissen, denn sie ist für mich die größte Rebellin überhaupt – sie ist für mich mein Spotttölpel!

Sonntag, 6. Februar 2011

neue Leseeindrücke

Auch diese Woche gibt es wieder einige sehr interessante Leseproben bei vorablesen.de – endlich mal wieder. War wochenlang nichts bei vorablesen.de für mich dabei, sind jetzt einige sehr interessante Titel dabei.

Drei Leseproben habe ich gelesen und zu jeder einen Leseeindruck verfasst. Hier sind sie:



Leseeindruck zu „Der Frauenjäger“ von Petra Hammesfahr:
Ich bin völlig unsicher, wie ich diese Leseprobe finden soll!
Der Prolog erzählt von den Erinnerungen eines Mannes, der sich an seine Mutter erinnert, die als Hausfrau ihre Vormittage mit Sex versüßte und sich dabei nicht dafür interessierte, ihre "Aktionen" gegenüber ihrer Familie geheim zu halten. Sein Vater verdient das Geld in einer Aluminiumgießerei und schaffte es nicht, seiner Frau Grenzen zu setzen. Das übernahm dann der Sohn und beendet die "Aktionen" der Mutter - von da an hat er seine Bestimmung gefunden: er muss die Welt von Frauen wie seiner Mutter befreien!


Nach dem Prolog lernt der Leser Marlene kenne, die irgendwo in der Wildnis aufwacht und völlig desorientiert ist, bis sich der Schleier der Vergessenheit langsam lichtet. Sie ist das neunte Opfer des "Frauenjägers" und ihr naht der Tod...


Ich mag Prologe sehr, besonders die, die über das Täter berichten, und genau einen solche Prolog fand ich hier vor, allerdings kann ich mich hier nicht so wirklich entscheiden, wie ich ihn finden soll. Generell finde ich es sehr schwer einzuschätzen, ob das Buch etwas für mich ist oder nicht.


Irgendwie konnte ich noch nicht wirklich warm werden, aber irgendwie reizt es mich auch. Sehr unentschlossen und gerade deswegen würde ich das Buch gerne lesen.


Leseeindruch zu „Wir sind die Könige von Colorado“ von David E. Hilton:
Das schmeckt nach mehr!


In der Rückblende erzählt Will von seiner schlimmen Kindheit. Mit 13 Jahren kommt er in eine Erziehungsanstalt, da er seinen Vater niederstach, nachdem dieser Wills Mutter im Suff aufs übelste verprügelt hatte. Doch von seiner Mutter kam nie ein Dankeschön dafür - nie! Diese Ereignisse haben ihn geprägt, wie nichts anderes in seinem Leben...


Die Leseprobe verspricht einen großartigen Entwicklungsroman - und ganz große Literatur! Besonders hervorzuheben sind hier zwei Sachen: die vermittelten Gefühle und die bildhafte Sprache. Bereits beim Lesen der ersten Seiten der Leseprobe kann man sich sehr gut in Wills Gefühle versetzen - sehr berührend. Und durch die sehr bildhafte Sprache ermöglicht der Autor mir, ein genaues Bild von Wills Umgebung zu machen - sehr schön.


Ich würde sehr gerne weiterlesen, wie es mit Will weitergeht und wie er sich entwickelt. Ich habe Will irgendwie lieb gewonnen - und die Sprache ist unschlagbar, die will ich weitergenießen.



Leseeindruch zu „Curia“ von Oscar Caplan:
Die Leseprobe sieht nach einer tollen Einleitung zu einem spannenden Bibel- und Kirchenthriler aus.


Im vatikanischen Archiv entdeckt ein Karidnal geheime Dokumente aus dem Jahr 1463, die die Pfeiler der Kirche zum Einstürzen bringen könnten, wenn sie jemals an die Öffentlichkeit gelangen. Bei den Dokumenten handelts es sich um fehlende Teile der Bibel. Die Kirche würde über Leichen gehen, um eine Veröffentlichung der Dokumente zu verhindern - und das tut sie letztendlich auch!


Natürlich ist die Grundidee an sich, nämlich das Auftauchen eines antiken Pergaments, das die Kirche zum Einstürzen bringen könnte, nichts Neues, allerdings gibt es einige neue Einschübe, die das Buch von anderen Bibel- und Kirchenthriller unterscheidet.


Die Sprache wirkt einfach gestrickt, was ich nicht ganz so gut finde, aber dennoch möchte ich das komplette Buch lesen, da mich die Idee sehr reizt. Und vielleicht wird die Sprache auch besser!



Ich hoffe so sehr, dass ich eines der Bücher gewinne, denn alle wirken recht interessant und irgendwie anders – sie heben sich durch irgendwelche Besonderheiten von anderen Bücher des jeweiligen Genres ab.

Freitag, 4. Februar 2011

Neues im Bücherregal

In dieser Woche kamen zwei Rezensionsexemplare, von denen ich mir viel verspreche und von denen ich hoffe, dass sie mich unterhalten und begeistern! Aber anstatt wie üblich hier das Cover abzubilden und eine Inhaltsangabe zu veröffentlichen, gebe ich euch einfach mal den Link zu der entsprechenden Buchseite beim Verlag!

Das Lied der Sonnenfänger von Julie Peters 
Erlösung von Claus Cornelius Fischer

Zu den Neuseeland-Roman von Julie Peters wird es hier auch ein Interview mit der Autorin geben und ich hoffe, dass ich den Verlag dazu überreden kann, mir vielleicht ein oder zwei Verlosungsexemplare zur Verfügung zu stellen!

Natürlich würde ich auch gerne mit Claus Cornelius Fischer ein Interview führen, allerdings werde ich hier erst einmal das Buch in Ruhe Lesen (und genießen) und werde mich dann eventuell mal mit dem Verlag in Kontakt setzen, bezüglich eines Interviews!

Mittwoch, 2. Februar 2011

Projekt Sakkara

Die Macht des Wissens

Peter Lavell und Patrick Nevreux haben es sich zur Aufgabe gemacht, versteckte Archive des Wissens zu finden, Orte, an denen das Wissen über versunkene Kulturen, Religionen und den Ursprung des Wissens und Glaubens gespeichert ist.

Lavell und Nevreux werden von einem in Ägypten lebenden Engländer angeheuert, eines dieser Archive zu finden – in der ägyptischen Totenstadt. Dabei kommen sie einer Kultur auf die Spur, die den Ägyptern ihre Kultur gaben. Die beiden Wissenschaftler tauchen in die mystische Geschichte der ägyptischen Kulte ein und müssen schon bald merken, dass sie nicht alleine auf der Suche nach dem Archiv des Wissens sind!

Die ägyptische Regierung und ein geheimnisvoller Orden verfolgen jeden Schritt der beiden Wissenschaftler und sie sind fest entschlossen, die beiden umzubringen. Und dann kommt es zum Showdown unter der Totenstadt, bei dem es viele Tote gibt...

Nachdem ich völlig begeistert die erste Geschichte um Peter Lavell und Patrick Nevreux verfolgt und verschlungen habe, lud ich mir diese Geschichte ebenfalls auf meinen E-Book-Reader und verlor keine Zeit!

Wie schon im ersten Teil der Trilogie schreibt Wilhelm eine spannungsgeladene Geschichte, die mich mitgerissen hat und bei der ich mich am Ende fragte, warum es nicht mehr solcher Autoren auf dem Markt gibt?

Nicht nur, dass die Handlung verdammt gut und interessant aufgebaut ist, nein, auch der historische Rahmen ist wundervoll wiedergegeben und durch die zahlreichen Beschreibungen der Bauwerke fühlt sich der Leser an den Handlungsort versetzt – große Kunst!

Außerdem bekommt der Leser einen wenn auch sehr kleinen Einblick in die Geschichte der ägyptischen Kultur, sodass der Leser nicht nur unterhalten wird, sondern auch gebildet – absolut Top!

Darüber hinaus ist das Ende dieses Teils der Trilogie viel besser als der erste Teil: nicht abgehackt und noch einmal richtig spannungsgeladen! Vielleicht ist es etwas hochgegriffen, aber Andreas Wilhelm wird vielleicht zum deutschen Dan Brown – weiter so!

Dienstag, 1. Februar 2011

Stöckchen – Romanfiguren

Ich bin ja nun nicht der größte Fan von Stöckchen, aber dieses Stöckchen habe ich bei Ailis entdeckt und jetzt einfach mal geklaut. Hier möchte ich noch einmal sagen, dass ich in Zukunft nur die Stöckchen auffangen werde, die mich selbst sehr ansprechen – hin und wieder vielleicht mal eines.

So, jetzt aber das Stöckchen! (Wer das Stöckchen interessant findet, kann es sich gerne nehmen und auf dem eigenen Blog veröffentlichen, aber bitte mich dann verlinken)


Welche Romanfiguren sind deine allerliebsten?
Puh, das ist eine schwierige Frage, da ich mich als Vielleser nur selten an Romanfiguren lange erinnern kann. Insgesamt gefallen mir all die Romanfiguren, in denen ich mich selbst ein bisschen wiederfinden kann, die mir aber selbst auch etwas beibringen können.

Und wer sollte wenigstens nicht ganz ungenannt bleiben?
An die folgenden Romanfiguren kann ich mich noch erinnern, da sie für mich etwas ganz besonderes sind: T.S. Spivet aus „Die Karte meiner Träume“, Oskar und Carl Firedrich von Humbolt aus „Die Chroniken der Weltensucher“, Katniss und Peeta aus „Die Tribute von Panem“, Evangeline aus „Angelus“, Cass Seltzer aus „36 Argumente für die Existenz Gottes“, Meggie, Mo und Elinor aus der Tintenwelt-Trilogie, Jacob und Will aus „Reckless“ und Robert Langdon aus den Dan Brown-Thrillern.

Gibt es Romanfiguren, die du überhaupt nicht leiden kannst?
Ich mag in der Regel all jene Romanfiguren nicht, die sich gegen meine Lieblinge stellen. In der Reihe „Die Tribute von Panem“ ist es natürlich Präsident Snow, den ich verachte und in der Tintenwelt-Trilogie ist es natürlich Capricorn, Natternkopf und der Schatten. Und Katie, aus „Das Tal“, sie hasse ich einfach! Aber generell mag ich auch jene Romanfiguren nicht, mit denen ich mich so irgendwie gar nicht identifizieren kann.

Fällt dir eine Romanfigur ein, die du rein vom Lesen her als total sexy/attraktiv bezeichnen könntest?
So spontan würde ich Katniss sagen! Die Beschreibungen in den Büchern gefallen mir sehr und ich stelle mir Katniss sehr sexy vor – auch wenn sie vom Schlachtfeld kommt und sich selbst als hässlich empfindet!

Eher die Guten oder die Bösen oder ganz andere?
Definitiv beide! Es kommt auf jeden Fall auf die Beweggründe des Romanfiguren an und wenn ich diese nachvollziehen kann, dann kann es auch mal passieren, dass ich den Antagonisten als sehr nett empfinde und er/sie zu meinem Liebling im Buch wird.

Welche Romanfiguren aus verschiedenen Büchern würdest du gerne mal zusammen in einem Buch sehen?
Kann ich nicht sagen, denn dafür ist meine Vorstellungskraft einfach nicht groß genug! Außerdem fände ich es blöd, zwei oder mehr Romanfiguren einfach zusammenzuwerfen, denn die Autorinnen und Autoren schaffen extra Welten für diese Figuren, da kann man die einfach nicht zusammenwerfen.

Welche Romanfigur wird deiner Meinung nach total unterschätzt und wer ist komplett überbewertet?
Überschätzt wird meiner Meinung nach Harry. Auch für mich war er mein erster großer Literaturheld und bedeutet mir sehr viel, aber ich denke einfach, dass er nicht so toll ist, wie alle denken. Sein Schicksal und seine Vergangenheit macht ihn so besonders, aber mehr ist er nicht – und ein Schicksal und eine Vergangenheit hat jede Romanfigur!
Wer unterschätzt wird? Keine Ahnung, da fällt mir jetzt gerade niemand ein, sorry.

Sonntag, 30. Januar 2011

Weitere zwei Wochen Murakami - „Sie hat mich total mit ihrem Charakter gefangen genommen!“

Nach zwei weiteren Wochen mit „1Q84“, hat sich meine Meinung bezüglich dieses Buches nicht geändert: Murakami hat einen wahnsinnige Schreibstil und zwei tolle Handlungsstränge entwickeln. Allerdings muss ich hier auch gestehen, dass ich in zwei Wochen nicht so viel gelesen habe, wie eigentlich geplant war, da ich „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ gelesen habe und eine Menge Stress mit der Schule habe.

War ich nach den ersten zwei Wochen besonders von dem Handlungsstrang um Tengo und das Manuskript angetan, reizt mich jetzt besonders der andere Handlungsstrang um Aomame, die mich mit ihrem Charakter total gefangen genommen hat und mich auch nicht mehr loslässt – alleine für sie lohnt sich dieses Buch!

Auch die Frage, wie Murakami die beiden Handlungsstränge verbinden will, lässt mich einfach nicht los. Scheinbar haben die beiden Handlungsstränge auf den ersten Blick, und auch auf den zweiten Blick, nichts miteinander zu tun. Auch deswegen reizt mich das Buch.

Ich freue mich auf's Weiterlesen und bin gespannt, wie es mit Aomame und Tengo weitergeht. In zwei Wochen gibt es dann den nächsten Bericht!

Leseeindrücke

Bei vorablesen.de werden ja jeden Montag neue Leseproben online gestellt, zu denen man dann Leseeindrücke verfassen kann und mit etwas Glück kann man dann sogar ein Vorableseexemplar gewinnen.

Heute habe ich zwei Leseproben gelesen und zu jeder Leseprobe einen Leseeindruck verfasst. Ich hoffe jetzt natürlich auch darauf, eines der Bücher zu gewinnen. Hier sind meine Leseeindrücke:


Leseeindruck zu „Prophezeiung“ von Sven Böttcher:
Bereits nach dem Prolog hat mich die Geschichte - irgendwie - gefangen genommen!


Im Prolog geht es um die Prophezeiung des Mohammed Omar, der sagt, dass das Volk ihr Vaterland verlassen wird, sobald das Meer entstanden ist. Djamal macht sich, als er von der Prophezeiung Wind bekommt auf den Weg, um die Prophezeiung des alten Mannes zu überprüfen.
Mavie Heller zieht nach La Palma um, um dort eine Stelle am International Institute for Climate Observation anzutreten. Da die Öffentlichkeit nichts von diesem Institut weiß, befindet es sich gut gesichert in einem Vulkankrater. Hellers Aufgabe wird von da an das Programm Prometheus sein, dessen Ziel es ist, eine exakte Wettervorhersage zu ermöglichen. Dabei stößt die Wissenschaftlerin auf einige sehr interessante, aber auch erschreckende Bilder...


Die Leseprobe lässt sich recht flüssig lesen und hat micht gefangen genommen! Nach dem Prolog war ich etwas verwirrt, was ich allerdings als sehr positiv empfand, da ich so zum Weiterlesen gezwungen werde. Auch der Charakter der Mavie Heller finde ich, soweit wie ich es bisher beurteilen kann, interessant gestaltet und sie weckt Neugier bei mir. Ich würde das Buch sehr gerne lesen, da mich die Handlung bisher sehr angesprochen hat und ich Bücher, die mit mysteriösen und wissenschaftlichen Elementen gespickt sind, sehr mag.


Leseeindruck zu „Jeden Tag, jede Stunde“ von Nataša Dragnic:
Berührend, sehr berührend!


Zu Anfang lernt der Leser die beiden Hauptfiguren kennen: Luka und Dora. Der Leser liest live von der Geburt und von dem Entstehen einer Freundschaft im Kindergarten. Luka und Dora werden zu besten Freunden, bis alles zerbricht. Dora zieht mit ihrer Familie nach Frankreich und Luka bleibt zurück - ohne seine beste Freundin, die ihm so viel bedeutet.


Doch dann kommt es nach Jahren zu einem Treffen in Frankreich. Doch diesmal bleibt es nicht bei einer guten Freundschaft, sondern es entwickelt sich eine Liebe - eine, für die beiden, welterverändernden Liebe. Doch dann verschwindet Luka spurlos. Wie soll es jetzt weitergehen?


Die Autorin hat mich sehr tief berührt! Auch wenn ich nicht ganz auf solche romantischen und (sorry!) schnulzige Geschichte stehe, hat mich die Leseprobe hier doch sehr mitgerissen, da ich mich sehr gut in die Lage der beiden besten Freunde versetzen kann und die Gefühle nachempfinden kann!


Ich würde so gerne erfahren, wie es mit Luka und Dora weitergeht. Finden sie sich wirklich? Kommt es zur großen Liebe? Die Geschichte hat mich gefangen genommen.



Ich hoffe so sehr, dass ich eines der Bücher gewinne, denn beide haben mir sehr angesprochen und ich möchte gerne erfahren, wie die Geschichte weitergehen.

Samstag, 29. Januar 2011

Neues im Bücherregal

Auch in den letzten Tagen kamen einige sehr interessante und vielversprechende Bücher bei mir an, um genau zu sein waren es drei Stück. Die drei Stück werde ich hier kurz vorstellen (Bild + Inhaltsangabe); zu allen Büchern wird es eine Rezension geben!

Irgendwie spukt mir Dostojewskij in letzter Zeit sehr oft durch den Kopf, was vor allem daran liegt, dass meine Deutschlehrerin ihn als den größten Schriftsteller aller Zeiten bezeichnet hat. Also habe ich einfach mal beim Verlag angefragt und dann trudelte das Buch einige Tage später schon bei mir ein (noch einmal von hier: Dankeschön!). Vielleicht fällt mir auch noch irgendein Berichtspecial zu diesem und anderen Dostojewskij-Büchern ein. Hier etwas zum Inhalt:
Raskolnikow entstammt einer verarmten bürgerlichen Familie. In der schrankähnlichen Enge seines Zimmers ist der »euklidische Verstand«, der der Diener des Lebens sein sollte, zum Herrscher geworden. Raskolnikow ist Utilitarist. Um eines naturgemäß unklar gefaßten Begriffs des wissenschaftlichen oder sozialen Fortschritts willen, scheint es ihm erlaubt, eine alte Wucherin, die »nicht besser als eine Laus ist«, zu töten und mit dem geraubten Geld sein Studium zu finanzieren. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewußtsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, daß die Funktionen des »euklidischen Verstandes« nicht die einzige bestimmende Dimension der menschlichen Persönlichkeit ausmachen. Leidvoll, aber bereichert durch die einfühlsame Scharfsicht des Untersuchungsrichters Porfirij und durch die frisch erwachte Liebe zu Sonja Marmeladowa, erfährt er, daß der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die »Reue« ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich. 


Wie wahrscheinlich die gesamte westliche Welt, war auch ich von Barack Obama, der später als erster schwarzer US-Präsident in die Geschichte eingehen wird, begeistert. Ich habe im die Daumen gedrückt und gehofft, dass er die Wahlen gewinnt und am Morgen nach der Wahl habe ich die Zeitung aufgeschlagen und da stand, dass Obama Präsident werden würde. Und bei der Abnahme des Amtseids hatte ich sogar Tränen in den Augen. Als ich das Buch dann entdeckt habe, fragte ich es sofort beim Verlag an und jetzt steht es im Regal und ruft danach gelesen zu werden – ich freue mich schon. Hier etwas zum Inhalt:
Barack Obama - Hoffnung, Aufbruch, Krisen, Alltag - Zeit für eine Zwischenbilanz. Barack Obama begann seine Präsidentschaft als neuer Superstar der internationalen Politik, ersehnt von Menschen auf der ganzen Welt als Hoffnungsträger und Heilsbringer. Inzwischen ist er auf dem Boden der mühsamen Tagespolitik angekommen, bedrängt von ungelösten Konflikten in Nahost und Afghanistan und Krisen im eigenen Land. Wird er den Vorschusslorbeeren noch gerecht? Journalistenlegende Bob Woodward schafft es wie kein Zweiter in Washington, sich Zugang zu den brisanten Geheimnissen der Regierenden zu verschaffen. In diesem Buch gibt er erstmals einen tiefen Einblick in die Arbeit des US-Präsidenten jenseits der offiziellen Kommunikation des Weißen Hauses. Schon bald muss sich Obama wieder dem Wahlkampf stellen, da kommt Woodwards spannend erzählte Zwischenbilanz, die vor allem auch den Außenpolitiker Obama in den Blick nimmt, zur rechten Zeit.

Dieses Buch kam ohne Anforderung vom Verlag. Ich mag ja eigentlich keine witzigen Bücher oder Bücher, in denen Tiere Hauptrollen spielen (das hier ist ein Hundekrimi), aber dennoch freue ich mich sehr aufs Lesen des Buches und ich glaube, dass sie eine spannende Geschichte unter dem Buchdeckel versteckt, die auch mich begeistern könnte. Hier etwas zum Inhalt:
Bernie Little und sein Partner Chet sind die besten Privatdetektive der Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre. Zugegebenermaßen hat Chet all die typischen Schwächen eines Hundes: So verfügt er über einen unbezähmbaren Spieltrieb und ein äußerst lückenhaftes Erinnerungsvermögen. Doch das macht der smarte Vierbeiner mehr als wett mit seinem Jagdinstinkt und seiner untrüglichen Spürnase. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das ganz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt - und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansicht das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen?


Ich bin auf alle drei Bücher sehr gespannt und hoffe auf spannende und interessante Lektüren! Rückmeldung kommt dann später.

Freitag, 28. Januar 2011

Die Auswahl - Cassia & Ky

„Ich schenke dir etwas, das du im Moment sicher noch nicht verstehst. Aber ich glaube, dass du es eines Tages verstehen wirst. Du mehr als jeder andere. Und denke daran: Es ist vollkommen in Ordnung, Fragen zu stellen.“

Cassia lebt irgendwo und irgendwann in einem System. Ihr wird immer und überall gesagt, was sie machen soll, denn das System ist perfekt, es macht keine Fehler, denn es wurde von Funktionären, den perfekten Menschen, gegründet und entwickelt!

In diesem System dürfen sich Männer keine Frauen suchen, sondern das System bestimmt aufgrund einiger hunderter Parameter den perfekten Partner für jeden. Für Cassia wird ein Traum auf ihrem Paarungsbankett wahr, aber ein Albtraum beginnt: ihr perfekter Partner ist laut dem System ihr bester Freund Xander – ein Traum wird für Cassia wahr; doch als sie zu Hause den USB-Stick, mit dem Dossier über Xander lesen will, passiert ein Fehler, anstatt dem Bild von Xander, wird ihr ein anderes Bild gezeigt, nämlich das von ihrem Nachbar und Mitschüler Ky.

Aber was ist passiert? Dem System passieren doch kein Fehler. Und am nächsten Tag nimmt direkt eine Funktionärin Kontakt zu ihr auf und erklärt Cassia, das jemand ihren USB-Stick mutwillig manipuliert hat.

Cassia glaubt der Funktionärin natürlich, denn sie ist perfekt, wie das System! Doch dann freundet sie sich mit Ky an, jenem Jungen, der auf dem Bildschirm erschien, als Cassia den Stick einschaltete. Und sie beginnt, für ihr Gefühle zu entwickeln.

Was ist, wenn Ky der eigentliche, perfekte Partner für Cassia ist? Hat sie eine Wahl – kann sie sich zwischen Ky und Xander entscheiden? Diese und immer weitere Fragen stellen sich ihr und dann wird ihr klar, das sie gefangen ist – gefangen im System. Und sie will ausbrechen, sie will frei leben und entscheiden können – sie will eine (Aus-)Wahl haben!

Wäre mir das Buch in einer Buchhandlung in die Hände gefallen, hätte ich es wahrscheinlich nicht gekauft, da es mich doch zu wenig ansprach. Doch habe ich das Buch glücklicherweise vom Verlag bekommen und konnte dem Buch somit nicht entkommen. Und als ich dann begann, das Buch zu lesen, wusste ich, dass es ein ganz besonderes Buch ist!

Das Buch erinnerte mich beim Lesen an die Reihe „Die Tribute von Panem“, denn in beiden Büchern geht es um ein junges Mädchen, dass sich gegen das System wehrt, in dem sie lebt. Und trotz dieser Ähnlichkeit, unterscheidet sich „Die Auswahl – Cassia & Ky“ grundlegend von „Die Tribute von Panem“.

Inhaltlich hat mich das Buch sehr angesprochen und berührt, denn wer wünscht sich manchmal nicht eine Veränderung in unserem System, das zwar nicht perfekt ist, aber das oft als perfekt dargestellt wird. Die Geschichte berührte mich mit seinen Charakteren und brannte sich ein – ich freue mich auf die Fortsetzungen!

Cassia entwickelt im Laufe der Geschichte eine Zuneigung zu Gedichten und zu Wörtern. Diese gleiche Zuneigung entwickelte sich auch bei mir, allerdings nicht zu Gedichten, sondern zu den Wörtern der Autorin. Condie schreibt betäubend und geistreich, aber trotzdem leicht und der Geschichte angepasst.

Ally Condie hat mich berührt und mitgerissen! Sprachlich wie inhaltlich hebt sich das Buch deutlich von anderen Jugendbüchern ab und macht das Buch so zu etwas ganz besonderem. Ich freue mich und warte schon ungeduldig auf die Fortsetzungen!

Montag, 24. Januar 2011

Auslosung Das Tal - Das Spiel signiert

Soooo,

ich habe die Gewinnerin gerade eben gezogen. Über die signierte Ausgabe des Buches "Das Tal - Das Spiel" darf sich Nica Rethwisch aus Hamburg freuen.

Das Buch geht in den nächsten Tagen zur Post und es wäre sehr nett, wenn Du mir ein Kommentar hinterlassen könntest oder eine Mail schreibst, sobald das Buch da ist.

Das nächste Gewinnspiel gibt es im nächsten Monat dann! Und im März gibt es ein größeres Gewinnspiel zum einjährigen Geburtstag des Blogs.

Liebe Grüße,
Philipp

Mittwoch, 19. Januar 2011

Sokrates, Jesus, Buddha - Die Lebenslehrer

„Der Mensch ist so veranlagt, dass er immer haben möchte, was er nicht hat, und wenn er seinen Nachbarn mit Gewalt abjagen muss. Doch ist einmal die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse gesichert – Nahrung, ein Dach über dem Kopf und ein Mittel zu würdigen Leben -, muss der Mensch eine andere Logik als die des Habens umschwenken, um zufrieden und ganz und gar menschlich zu werden: die Logik des Seins.“

Frédéric Lenoir zählt zu den renommiertesten Soziologen, Philosophen und Religionshistorikern Frankreichs. In „Sokrates, Jesus, Buddha – Die Lebenslehrer“ macht er es sich zur Aufgabe den Lesern die Lehren dreier Lebenslehrer näher zu bringen, nämlich die des griechischen Philosophen Sokrates, des Juden Jesus und des indischen Aristokratensohn Siddharta, der unter dem Namen Buddha bekannt wurde.

Sokrates – philosophischer Geburtshelfer
Sokrates, der als Sohn einer Hebamme und eines Bildhauers um 470 vor Christus geboren wurde, war kein Schüler im gebräuchlichen Sinne, sondern lernte viel eher von allem, was ihm vor die Nase kam: von den Naturphilosophen, die danach bestrebt waren rationale Antworten auf metaphysische Fragen zu finden, von den Sophisten, den Meistern der Redekunst, und wahrscheinlich auch von den Anhängern verschiedener Mysterienkulte. Er sah sich selbst als „Betreiber“ der Hebammenkunst: er brachte damit die Vernunft ans Licht der Welt.

Jesus – jüdischer Wanderchrist
Jesus wurde in eine fromme und sehr religiöse Familie geboren, die auch den Sabbat befolgte, Jesus beschneiden ließen und in den Jerusalemer Tempel geht. Sein Vater ist Zimmermann und seine Mutter kümmert sich um seine Erziehung; Jesus geht in die Synagogenschule und spricht neben Hebräisch auch Aramäisch und wahrscheinlich etwas Griechisch und Lateinisch – er gehörte zur gebildeten Elite.

Buddha – erwachter Prinz
Buddha wird als Siddharta geboren und die Zeichendeuter finden auf seinem Körper die zweiunddreißig Kennzeichen des großen Mannes, die nach der indischen Tradition eine außergewöhnliche Bestimmung voraussagen; wenn er einen Alten, einen Kranken, einen Toten und einen Mönch sieht, wird er ein Erwachter, ein Buddha.

Lenoir hat mich begeistert und mir gezeigt, was es heißt, sein Leben zu leben. Hinter diesem Buch verbirgt sich eine Nachricht an alle Leser, die man nur versteht, wenn man das Buch in aller Ruhe liest und mit jeder Faser seines Körpers aufnimmt – man muss sich den drei vorgestellten Persönlichkeiten hingeben!

Dem Leser wird mehr als das Leben dreier außergewöhnlicher Persönlichkeiten gezeigt. Der Leser erfährt was Glauben, Wissen und Hingabe bedeutet und lernt, wie man sich von diesen drei Fertigkeiten Gebrauch macht.

Lenoir schreibt ungewöhnlich klar und belegt seine Vermutungen mit Textstellen aus der Bibel und anderen Schriften, die über das Leben der drei vorgestellten Personen berichten. Auch seine Sprache zeichnet sich durch einen sehr charmanten Stil aus, der den Leser betört.

Er berichtet mit Hingabe, Wissen und Glaube von drei Personen, die für ihn die Welt und so viel mehr bedeuten. Und diese Hingabe hat mich fasziniert und dieses Buch ganz besonders gemacht!

Lenoir hat mir mit „Sokrates, Jesus, Buddha – Die Lebenslehrer“ einen Stück meines verlorenen Glaubens wiedergegeben. Er hat mir gezeigt, was Glaube, Liebe und auch Leben bedeutet. Und er hat mich von drei so wichtigen Personen für die Kultur- und Geistesgeschichte berichtet. Außergewöhnlich gut!

„Er muss lernen, sich zu kennen und sich zu beherrschen, seine Umwelt zu erfassen und zu respektieren. Er muss lernen zu lieben, mit den Mitmenschen zu leben, mit seinem Frust umzugehen, heiter zu werden, das unvermeidliche Leid des Lebens zu überwinden, aber auch, sich offenen Auges auf den Tod vorzubereiten. Denn zu existieren ist Fakt, zu leben ist Kunst. Eine Kunst, die erlernen kann, wer die Weisen befragt und an sich selbst arbeitet.“

Wie die Menschheit zur Sprache fand – Mütter, Kinder und der Ursprung des Sprechens

„Sprache ist ungemein komplex – sie umfasst eine enorme Bandbreite an Gesten und Lautmerkmalen – un es besteht kein Anlass, zu glauben, dass bei unseren Vorfahren eine dieser Modalitäten im Verlauf der Evolution der Sprache Priorität über die anderen gehabt hat.“

Dean Falk gehört zu den berühmtesten Anthropologinnen und Neurowissenschaftlerinnen der Welt. Sie schrieb bereits einige Bücher über die menschliche Evolution und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten bei Menschenaffen. Mit „Wie die Menschheit zur Sprache fand – Mütter, Kinder und der Ursprung des Sprechens“ schreibt sie ein Sachbuch über die Evolution der Sprache beim Menschen, auch im Zusammenhang mit der Entwicklung von Musik.

Die Frage nach dem Sprachursprung gehört zu am meisten diskutierten Fragen in der Wissenschaft überhaupt. Bereits im Jahr 1769 schrieb die Königliche Akademie der Wissenschaften eine Preisfrage zum Ursprung der Sprache aus. In der Preisfrage wurde gefragt, „ [ob] die Menschen, ihren Naturfähigkeiten überlassen [haben], sich Sprache erfinden [zu] können? Und mit welchen Mitteln wären sie zu dieser Erfindung gelangt?“. 1771 wurde Herders Schrift mit dem Titel „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“ preisgekrönt. In dieser Schrift begründete er seine Ansicht, dass der Mensch die Sprache fand um die mangelnden Instinkte zu ersetzen.

Auch wenn viele Herders Antwort auf die Frage für richtig hielten, wurde die Frage nach der Evolution der Sprache immer wieder gestellt und seit einigen Jahrzehnten ist sie Teil vieler Wissenschaften geworden. Neurowissenschaftler, Philosophen, Psychologen, Kognitionswissenschaftler, Anthropologen und Neuroinformatiker diskutieren rund um die Welt mit Leidenschaft über diese Frage.

Falk erarbeitet in diesem Buch eine völlig neue Theorie zum Sprachursprung. Nach ihrer Meinung, stand am Anfang der Sprache der beruhigende und tröstende Singsang der Mütter für ihre Kinder. Im Vergleich zu den Menschenaffen können sich die Säuglinge der Menschen aufgrund anatomischer Gegebenheiten nicht an ihrer Mutter festklammern und müssen somit beim „Arbeiten“ (z.B. Felle von Tiere abziehen, Feuer machen) abgelegt werden und damit die Säuglinge nicht schreien, fingen die Mütter an zu sprechen – und zu singen!

Laut Falk entwickelte sich dieser tröstender Singsang aus Gesten und aus der Ammensprache; beide Komponenten sind auch heute noch Teil der Sprache und für Säuglinge unverzichtlich, denn Gesten setzen Menschen in Beziehung, verbinden also Mutter und Kind und die Ammensprache legt im Gehirn den entscheidenen Grundstein für das Erlernen der Sprache.

Ihre Theorie vom Sprachursprung unterstützt Falk mit empirischen Daten und Untersuchungen, die von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoben und gemacht wurden. Mit den Argumenten für diese Theorie und den Argumenten gegen die anderen Sprachursprungstheorien sehr schlüssig und sollte meiner Meinung nach ernst genommen werden – vielleicht ist es die richtige Antwort auf die Frage!

Das Buch ist sowohl kulturanthropologisch, als auch paläoanthropologisch, linguistisch und neurowissenschaftlich orientiert. So ist dieses Buch sehr interdisziplinär angelegt und mit vielen wissenschaftlichen Fakten und Argumenten gespickt. Trotzdem ist dieses Buch keinesfalls langweilig, sondern hochinteressant und erfreut die Leser.

Des Weiteren schildert Falk die ganzen dargestellten wissenschaftlichen Fakten sehr anschaulich und bildlich, nicht öde. Thesen, die sie selbst für schwer verständlich hält, erklärt sie mehrfach, allerdings immer in unterschiedlichem Wortlaut und vor allem mit praktischem Anwendungsbereich.

Insgesamt wirkt das Buch auch nicht überladen, was ich erst befürchtete. Denn geht es in diesem Buch ja nicht nur um Sprache, sondern auch Musik und um die bildenen Künste, darüber hinaus geht es auch um die biologische Evolution im Allgemeinen, aber auch um die Evolution kognitiver Fähigkeiten im Spezielle.

Falk entpuppt sich nicht nur als besondere Wissenschaftlerin mit außergewöhnlichen Ideen, sondern auch als fähige Wissenschaftsautorin mit der Fähigkeit, ihre Leser bis in die letzte Nervenzelle des Gehirns zu begeistert. Großartig – so müssen wissenschaftliche Publikationen sein!

Dienstag, 18. Januar 2011

Neues im Bücherregal

Bei mir gibt es einiges Neues im Bücherregal, über das ich hier jetzt berichten will!



Am Dienstag kam „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ direkt firsch vom Verlag! Hier direkt von buchkatalog.de die Inhaltsangabe zu dem Buch:Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.
Ich habe bereits die ersten Kapitel gelesen und bin total drin in der Geschichte und freue mich aufs Weiterlesen – bin aber auch traurig, wenn das Buch zu Ende ist, denn dann heißt es Abschied nehmen von Katniss und Co. Eine ausführliche Rezension folgt natürlich, sobald ich das Buch gelesen habe.

Am Montag habe ich mir „Aischa und Mohammed“ gekauft, obwohl ich eigentlich faste! Aber ich konnte mir einfach nicht verkneifen, das Buch zu kaufen; hier die Inhaltsangabe von buchkatalog.de:Ein großer, farbenprächtiger historischer Roman über die Entstehung des Islam, erzählt aus der Sicht von Aischa, einer der Ehefrauen Mohammeds.
Im 7. Jahrhundert n. Chr. macht ein neuer Prophet in Arabien auf sich aufmerksam. Seine Botschaft der Erleuchtung fegt wie ein Wüstensturm durchs Land und einigt die zerstrittenen Stämme auf der arabischen Halbinsel. Seine junge Frau Aischa wird selbst zur Kriegerin und begleitet ihn auf diesem Weg: vom Propheten zum Krieger zum Staatsmann. Aber in der Stunde des größten Triumphes, der Rückeroberung von Mekka, wird Mohammed plötzlich krank und stirbt in den Armen seiner Lieblingsfrau. Von nun an wird sie das Andenken ihres Mannes bewahren und seine Lehren weiter verbreiten und auf diesem Weg eine der großen Frauengestalten im Islam werden.
Eigentlich sind historische Romane ja nichts für mich, aber trotzdem hat mich dieses Buch sehr angesprochen, denn der Islam ist eine Religion, von der ich gar nichts weiß, mir allerdings eine Meinung gebildet habe. Auch hier gibt es eine Rezension!



Wer weiß, was in nächster Zeit noch kommt! Soviel erst einmal aus meinem Bücherregal und sobald wieder was Neues, Ansprechendes ins Regal kommt, gibt es den nächsten Bericht.

Gewinnspiel Das Tal - Das Spiel signiert

Krystyna Kuhn war außerdem so nett, ein signiertes Exemplar des ersten Teils „Das Tal – Das Spiel“ zur Verfügung zu stellen um dieses hier an euch zu verlosen.

Um das Buch zu gewinnen müsst ihr aufmerksam das Interview gelesen haben und die folgenden drei Fragen zu beantworten. Die Antworten schickt ihr mir unter dem Betreff „Gewinnspiel Das Tal – Das Spiel“ an literaturkosmos@live.de mit eurer kompletten Adresse! Wichtig: Es nehmen nur die an dem Gewinnspiel teil, die mir eine Mail mit den richtigen Antworten und ihrer Adresse schicken!

Das hier sind die Fragen:
1.) Von welcher Fernsehserie wurde Krystyna Kuhn inspiriert?
2.) Welche Person mag Krystyna Kuhn besonders?
3.) Welche Person mag Krystyna Kuhn weniger?

Einsendeschluss ist der 23.01.2010 um 23:59.

Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel, stimmen die Teilnehmer automatisch einer Veröffentlichung ihres Namens und Wohnortes im Falle des Gewinns zu!

Viel Spaß und viel Glück! :)

Interview Krystyna Kuhn

Spätestens seit „Das Tal – Das Spiel“ ist Krystyna Kuhn in ganz Deutschland
bei Jugendlichen bekannt. Mit den ersten drei Teilen der Reihe begeisterte sie bisher ein riesige Publikum. Im Februar erscheint „Das Tal – Die Prophezeiung“ und dann geht es mit Season 2 der Tal-Reihe weiter.

Krystyna Kuhn war so nett und hat für mich einige Fragen beantwortet, deren Antworten ihr hier lesen könnt. Viel Spaß und wie immer würde ich mich über Kommentare freuen!


Wie kamen Sie auf die Idee zu der Reihe „Das Tal“?
Ich wurde durch Internatsgeschichten und durch die Fernsehserie LOST inspiriert. Da geht es um eine Gruppe von Menschen, die auf eine Insel gelockt werden und dort um ihr Überleben kämpfen. In meinem Fall handelt es sich nicht um eine Insel, sondern um ein College in einem abgelegenen Tal in den Rocky Mountains. Wie in LOST hat jede Figur ein Geheimnis. Ich bin allerdings auch ein großer Fan von Stephen King. Seine Mystery-Elemente faszinieren mich immer wieder aufs Neue.


Ich selbst bin großer LOST-Fan und habe natürlich alle Staffeln gesehen. Am Ende der Serie bleiben ja noch einige Fragen offen. Wird es am Ende der Reihe auch noch offene Fragen geben?
LOST zieht sich ja über eine lange Strecke und hat einen extrem komplexen Plot. Vermutlich setzte man dort auf die Vergesslichkeit der Zuschauer. Meine Leser sind dagegen sehr aufmerksam und bemerken alles. Am Ende muss alles plausibel sein und einen logischen Zusammenhang ergeben. Das ist auch eine Herausforderung.



Wie viel können Sie uns aus den nächsten Bänden erzählen?
Jeder Band hat sein eigenes Setting und einen neuen abgeschlossenen Plot. Im zweiten Band begeben sich die Jugendlichen auf eine Bergtour, um das Verschwinden von acht Studenten zu klären. Im dritten Band werden einige von ihnen bei einem Schneesturm in das College eingeschlossen und erleben eine Art Horrortrip. Im vierten Band begeben sie sich auf eine Abenteuertour, um das Leben eines ihrer Freunde zu retten und erfahren weitere Geheimnisse des mysteriösen Tals.



Wie wird es nach „Das Tal“ weitergehen?
Es geht mit dem TAL - SEASON II weiter, das heißt es wird vier weitere Bände geben. Das Geheimnis der acht Studenten wird in Band IV aufgeklärt, aber das Grauen geht weiter!


Können Sie schon etwas mehr aus Season 2 verraten? Wie soll es weitergehen? Wird die Season auch im Tal spielen?
Ja, die zweite Staffel ist in der Planung und natürlich werden die nächsten vier Bände wieder im Tal spielen. Das Tal ist ein mysteriöser Ort, der noch viele Geheimnisse birgt, die aufgedeckt werden müssen. Und es geht auch um die Frage, weshalb die Jugendlichen dort sind. Ist das Zufall oder sind sie auserwählt? Verändert das Tal sie oder verändern sie das Tal? Und die Frage aller Fragen: Ist dieser Ort wirklich böse?



Wissen Sie schön genau, wie die Geschichte enden wird?
Ganz genau weiß ich es noch nicht. Während des Schreibens ergeben sich ja immer wieder neue Ideen und Wendungen. Aber den sogenannten Masterplot habe ich schon im Kopf.



Können Sie schon irgendetwas aus diesem Masterplot verraten? Es geht ja das Gerücht um, dass Joanne K. Rowling den letzten Satz der Reihe wusste, als sie mit dem ersten Band der Reihe begann. Haben Sie sich schon den letzten Satz der Reihe ausgedacht?
Nein. Aber manchmal ist es wirklich so, dass man den letzten Satz eines Buches schon kennt und noch keinen Anfang hat. Insofern glaube ich Joanne K. Rowling.


Warum wird jedes Buch aus der Sicht einer anderen Person erzählt?
Ich denke, es würde schnell langweilig, wenn vier oder mehr Bände aus einer Perspektive erzählt würden. Es würde auch der Komplexität des Plots nicht gerecht. So lernt man außerdem jede der Personen besser kennen. Und selbst die Figuren, die einem unsympathisch waren wie Debbie, wachsen einem ans Herz, wenn man ihre Geschichte kennt und versteht.


Ist es sehr schwierig, die Spannung über so viele Teile aufrecht zu erhalten?
Nein – eigentlich nicht. Das macht mir wirklich Spaß. Inzwischen bin ich auf Spannungselemente programmiert. Und es ist immer wieder eine große Herausforderung einen guten Cliffhanger zu schreiben.



Gibt es eine Person in der Reihe, die Ihnen besonders gut gefällt?
Ja, meine Lieblingsfigur ist Robert. Er ist für mich der interessanteste Charakter. Ich mag diese Mischung aus Hochintelligenz und großer Sensibilität. Normalerweise denkt man ja, dass Mathematiker nur vom Verstand gelenkt werden. Bei Robert ist das anders. Er ist kein Autist, sondern setzt seine Fähigkeiten für die Gruppe ein.


Und wen mögen Sie gar nicht? Vielleicht Katie? Ich mag Katie gar nicht!
Ich mag Katie sehr gerne, vielleicht weil sie mir am ähnlichsten ist. Ich kann aber verstehen, dass sie einem auf die Nerven geht. Sie ist kein harmonischer Charakter. Ich respektiere alle meine Charaktere. Das liegt daran, dass ich ihre Geschichte und Biographie kenne. Da entwickelt man viel Verständnis. Das ist in Büchern wie im Leben. Nichts Menschliches ist mir fremd.


Was macht die Reihe wohl so erfolgreich? Irgendwelche Vermutungen?
Schwierig für mich das zu beurteilen. Das können die Leser besser. Aber ich denke, die Spannungselemente fesseln die Leser. Ich persönliche finde auch die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart faszinierend. Der mysteriöse Ort. Und man fühlt mit den Charakteren, die nicht nur mit ihren eigenen Geheimnissen konfrontiert werden, sondern auch mit denen ihrer Eltern.


Wie schaffen Sie es, in drei Monaten ein Buch zu schreiben? Kommt da nicht manchmal die Familie zu kurz?
In solch einem Tempo zu schreiben bedeutet, dass ich immer hochkonzentriert sein muss und eigentlich nie frei habe. Das ist der totale Ausnahmezustand und man kann es nicht lange durchhalten. Ich habe allerdings das Gefühl, dass nicht meine Familie zu kurz kommt, sondern ich selbst.


Denken Sie, dass Ihr Kind damit angibt, dass ihre Mutter eine sehr erfolgreiche Autorin ist?
Definitiv nein, aber sie verschweigt mich auch nicht. Nur wenn sie die Erfahrung macht, dass Menschen sie über ihre Mutter definieren, dann hasst sie das verständlicherweise. Ich versuche außerdem immer wieder meiner Umwelt zu vermitteln, dass am Ende auch dieser Job harte Arbeit ist.


Wenn Sie mit der Arbeit an einem neuen Band beginnen, wie genau haben Sie die Handlung dann durchgeplant?
Ich arbeite immer einen ziemlich genauen Szenenplan aus, an den ich mich allerdings nicht immer genau halte. Denn oft ergeben sich beim Schreiben neue Aspekte, an die man vorher nicht denkt. Sonst wäre die Arbeit für mich ja auch langweilig.


Was lieben Sie besonders an Ihrem Job?
Die Selbstständigkeit, die Freiheit, das Kreative. Dass ich alles, was mich interessiert, beschäftigt, berührt in Geschichten verpacken kann. Das ist einfach nur Wunderbar.


Am Ende jedes Bandes steht eine Totentafel, auf der immer mehr neue Namen drauf kommen. Wie viele werden am Ende der Reihe dort stehen?
Das weiß ich noch nicht genau, aber da kommen schon noch einige dazu. Aber vielleicht doch eine Hochrechnung? In jedem Band gibt es mindestens zwei Tote, bei acht Bänden wären das sechzehn Todesfälle. Aber irgendwie erscheint mir das zu wenig? Oder?


Vielen Dank für das tolle und informative Interview!

Montag, 17. Januar 2011

Auslosung Jugendliches Gewinnspiel

Ich habe gerade die Gewinner gezogen!

Über "Das Bootshaus" darf sich Steffen Mueller aus Berlin freuen!
"Das neue Buch Genesis" geht an Melanie Kleine aus Ehningen!

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner - ich hoffe euch werden dei Bücher gefallen! :)

Die Bücher gehen innerhalb der nächsten Tage zur Post und werden somit spätenstens nächste Woche bei euch eintrudeln, sollte sich die Post nicht all zu viel Zeit nehmen. Bitte schreibt mir eine Mail oder hinterlasst mir unter diesem Post ein Kommentar, wenn die Bücher bei euch sind.


Liebe Grüße
Philipp

Sonntag, 16. Januar 2011

Zwei Wochen Murakami - "Es ist irgendwie murakamisch!"

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, fande ich es irgendwie schwierig! Insgesamt waren die ersten zehn bis fünfzehn Seiten anstrengend und ich konnte mich nicht so wirklich ins Buch vertiefen.

Aber nach einem Kapitel war ich dann drin und fand es gar nicht mehr schwierig der Handlung zu folgen und jetzt wo ich einmal drin bin, möchte ich am liebsten nicht mehr aufhören zu lesen.

Viele haben mir gesagt, dass ich lieber mit einem anderen Buch von Murakami starten sollte, denn „1Q84“ wäre für einen Einsteiger zu schwierig (das Wort wurde wirklich benutzt). Irgendwie konnte ich diesem Gedankengang da schon nicht folgen, aber jetzt noch weniger. Der Einstieg ist zugegeben schwierig, aber danach wird es viel besser. Da ich kein anderes Buch von Murakami bisher gelesen habe kann ich kein Vergleich ziehen und über den üblichen Murakami-Stil kann ich demnach auch nicht sprechen, aber nach über 200 Seiten kann ich schon irgendwie etwas erkennen, was in diesem Buch immer wieder auftaucht. Wie ich das nennen oder beschrieben soll, weiß ich nicht – es ist irgendwie murakamisch.

Die beiden Hauptcharakter finde ich sehr interessant gestaltet und natürlich weiß ich noch ziemlich wenig über die Personen, aber gerade das macht einen Teil des "1Q84“-Charmes aus. Von beiden Charakteren erfährt der Leser stets die Gedanken, die einen Einblick in die Verhaltensweisen geben.

Die Handlung ist bisher sehr interessant und reizt auf jeden Fall, weiterzulesen. So redigiert Tengo, einer der beiden Hauptcharaktere, ein stilistisch mieses Manuskript, um dieses mit seinem Redakteur für einen Wettbewerb einzureichen. Hier bin ich besonders neugierig auf das Manuskript und bin gespannt, was der Leser noch alles erfahren wird.

Die zweite Hauptperson in dem Buch ist die Profikillerin Aomame, die mich besonders reizt. Hier will ich wissen, wie es mit ihrem Job weitergeht und vor allem, wie sie auf diesen Job kam. Ich hoffe doch sehr, dass Murakami entweder in diesem Buch oder in der Fortsetzung alle Rätsel löst.

Außerdem bin ich sehr darauf gespannt, wie Murakami die beiden Handlungsstränge (jeder Charakter hat seinen eigenen Handlungsstrang) verbinden wird. Ich habe da eine kleine Vermutung, aber dazu möchte ich hier lieber noch nichts sagen.

Soweit zu meiner Leseerfahrung mit dem Murakami innerhalb der ersten zwei Wochen. Jetzt werde ich weiterlesen!

Bis in zwei Wochen dann!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Ein bitterkalter Nachmittag - Bericht 1

„Ich glaube man kann auf zwei verschiedene Arten allein sind. Man kann der Fisch im Aquarium sein, der gefüttert wird, oder die Hand, die das Futter ins Wasser streut.“

Eine Rezension kann ich noch nicht schreiben, denn ich habe erst 101 Seiten gelesen – und muss jetzt eine Pause machen!

Das Buch ist wirklich verdammt gut und die 101Seiten haben mich mehr als einmal sprachlos zurückgelassen, doch irgendwie kann ich nicht weiterlesen. Genau hier und jetzt muss ich das Buch zur Seite legen.

Es geht um einen Bäcker und einen Lehrer, die auf irgendeinem Feld, irgendwo in Europa, sind und philosophische Streitgespräche führen. Dabei muss der Bäcker ein Loch graben, wobei der Leser nicht genau erfährt für was, aber zwei Lastwagen voller Menschen lassen den Leser eine schreckliche Tat vermuten.

Die Gespräche, die die beiden führen, sind sehr anregend und irgendwie besonders; besonders ein Gespräch über das Böse in der Welt hat mich, warum auch immer, zutiefst berührt und zum Nachdenken angeregt.

Auch sprachlich hebt sich dieses Buch unheimlich ab. Die Sprache wirkt stellenweise irgendwie kühl und distanziert, was völlig zu der Situation und dem Handlungsort passt, aber zwei Zeilen später, besonders dann, wenn es zu einem Gespräch kommt, wirkt die Sprache viel wärmer und offener – ein sprachliches und stilistisches Meisterstück!

Und gerade deswegen frage ich mich, warum ich nicht weiterlesen kann. Es liegt auf jeden Fall an mir und nicht an dem Buch. Erst einmal bleibt es jetzt im Regal stehen und ich werde häppchenweise weiterlesen – immer dann wenn ich Zeit und Lust habe!

Lesen werde ich es definitiv zu Ende – und ich kann nur raten, sich das Buch zu kaufen und zu lesen!

(Sobald ich weitergelesen habe, gibt es einen weiteren Bericht!)