Samstag, 4. September 2010

Neues im Bücherregal

Mal wieder gibt es was Neues aus meinem Bücherregal:



Da geht ich am Donnerstag an die Tür, weil es geklingelt hat und sehe den Postboten, mal wieder, mit grinsendem Gesicht und einigen Büchersendungen in der Hand vor mir stehen. Ich nehme die Büchersendungen entgegen, verabschiede mich von dem netten Mann, der mittlerweile bestimmt einen kaputten Rücken von meinen ganzen Sendungen hat, und verschwinde im Haus. Und als ich zwischen den ganzen Büchersendungen eine silberne Versandtasche in der Hand halte und einen Aufkleber auf dem überdimensional großen Briefumschlag sehe, konnte ich nicht fassen, was ich da in den Händen halte: ein Vorableseexemplar zu Cornelia Funkes neuen Roman "Reckless - Steinernes Fleisch". Habe dann auch sofort ein wenig gelesen und habe das Buch heute beendet.

Leider bin ich zu absolutem Schweigen verpflichtet, aber ich denke ich darf sagen, dass das Buch phänomenal gut und märchenhaft ist! Das Buch ist unbeschreiblich...... (meine ausführliche Rezensionen gibt es dann pünktlich zum Erscheinungstermin am 14. September)



Das zweite Buch, das ich euch vorstellen möchte, heißt "Apocalypsia" und wurde von Andreas Izquierdo geschrieben. In dem Buch geht es um Engel und um einen Kampf um die Nachfolge Gottes, denn dieser liegt im Sterben!

Habe zwar schon einige Seiten gelesen, aber all zu viel kann ich noch nicht zu dem Buch sagen, aber der erste Eindruck ist grandios und ich freue mich schon sehr auf's Weiterlesen.

So viel erst einmal zu meinen "besonderen" Neuzugängen in dieser Woche. "Fillory - Die Zauberer" habe ich auch fast durch und wenn ich es gelesen habe werde ich direkt die Rezension online stellen und das dazugehörige Gewinnspiel starten! (Das Buch war anfangs phänomenal, doch es hat im Laufe der Story nachgelassen und hatte doch einige Längen... der erste Eindruck kann täuschen.)

Mittwoch, 1. September 2010

Blogvorstellung Wortsplitter

Es gibt so viele gute Blogs, dass man gar nicht mehr den Überblick behalten kann. Aber hier möchte ich jetzt ein wenig Abhilfe schaffen: in regelmäßigen Abstand möchte ich hier immer wieder ein Blog vorstellen, den ich gut finde und der mich begeistert.
   
Und beginnen möchte ich mit Simone's Blog: Wortsplitter
  
Simone, die beruflich etwas mit Webdesign macht, führt einen ganz besonderen Blog, denn bei ihr kann man Muse spielen! Dafür hinterlässt man einfach ein Kommentar mit fünf beliebigen Wörtern und Simone denkt sich dann eine Geschichte aus, in denen die fünf Wörter vorkommen. Die Geschichten sind großartig und begeistern alle.
  
Außerdem rezensiert sie Bücher, schreibt wunderschöne Gedichte, die sogar mich als Lyrikhasser begeistern, und vieles vieles mehr; aktuell gibt es eine Reihe von Artikeln mit der Überschrift "Mein Lieblings..." (bisher schrieb sie ein Artikel über ihre Lieblingskrimiserie und einen über ihr Lieblingsscifiuniversum).
  
Für die Blogvorstellung hat sie mir freundlicherweise vier Fragen beantwortet:
   
Wie kamst du auf die Idee zu deinem Blog?
Ich wollte mich im Schreiben verbessern und hatte begonnen meine Freunde nach den fünf Musenworten zu fragen und so langsam gingen mir die Freunde aus, dafür hatte ich plötzlich viele kleine Minigeschichten. Mein Wunsch war es, dass sie gelesen werden, damit ich erfahre, wie andere über meine Geschichten denken. Es war nicht so einfach, weil ich mich damit ja auch dem Risiko von Kritik ausgesetzt hatte. Bisher hatte ich Glück und konnte den im Web umgehenden schmutzigen Geschimpfe entgehen. Ich kenne ein paar Blogger, die per Mail oder Kommentar beschimpft werden. Wobei ich auch gelernt habe, dass gute Kritik vielen schwer fällt. Aber ich bin froh, dass die Fingerübungen so vielen gefallen.
      
Was beabsichtigst du mit deinem Blog?
Ich möchte mich mit anderen austauschen. Das als wichtigster Grund, ich möchte Menschen kennenlernen. Natürlich sind die Musenworte ein wichtiger Bestandteil meiner Schreibübungen. Wenn man jeden Tag etwas schreiben möchte, um sich zu verbessern, wartet ja nicht immer eine Idee am Schreibtisch, da ist es toll, wenn man sich von fünf Worten inspirieren lassen kann. Ich bin schüchtern und ein bisschen naiv. Philipp lach nicht *g* Ich versteh gar nicht, warum mir das niemand glaubt, aber es ist so. Und der Blog und die lieben Kommentare zu meinen Geschichten waren, SIND wichtig für mich, damit ich daran glauben kann, dass ich vielleicht mal ein Autor werde.
         
Warum sollte man deinen Blog verfolgen?
Na natürlich wegen der Fingerübungen *lach*
Hin und wieder versuche ich Literarische Schätze, die mich schon lange im Leben begleiten an meine Leser weiter zu geben, das scheint mir auch interessant und da sind ja auch die Rezensionen. Außerdem bin ich immer bereit per Kommentar mit meinen Lesern zu reden oder zu diskutieren. Aber warum jemand meinem Blog verfolgt, muss jeder für sich heraus finden.

     
Was bedeutet das Schreiben für dich?
Mh, das ist gar nicht so einfach. Teilweise gleicht es einem Exorzismus. Vor allem die Gedichte kommen oft beim Einschlafen. Dann geistern die Worte in meinem Kopf herum und lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Ich muss sie erst auf Papier bannen, sonst werde ich sie wirklich nicht los. Ausserdem treiben sich im meinem Kopf viele Geschichten herum. Ich bin eher ein chaotischer Mensch und als ich versucht habe, einfach drauf los zu schreiben, merkte ich, dass ich nicht weit komme, weil ich mich in den Ideen verliere. Deshalb sollen mir die Fingerübungen helfen Konzeption, Dialog, Erzählperspektiven und all das zu verbessern. Die täglichen Schreibübungen (ich gebe zu, täglich schaffe ich das nicht, aber sie so zu nennen ist meine Art der Motivation *g* ) sind auch ein Training der Disziplin. Ich liebe das Schreiben, wie beim Lesen kann man sich in fremden Welten und Leben verlieren und es ist auch noch interaktiv. Und ich liebe es, wenn ich anderen mit meinen Geschichten eine Freude machen kann.


Ich kann euch nur empfehlen, Simone's Blog zu verfolgen und bei ihr Muse zu spielen, denn Simone will ihr Talent zu schrieben trainieren, damit sie irgendwann mal große Bestsellerautorin wird – meiner Meinung hat sie das Zeug dazu schon!

Freitag, 27. August 2010

SuB-Abbau - Zwischenbericht/Bericht 3


Momentan habe ich keine Lust zu lesen, aber ich weiß jetzt auch warum: die Liste für den SuB-Abbau macht es einfach aus, denn diese würde mich „zwingen“ ein Buch zu lesen, auf das ich momentan wirklich gar keine Lust habe! Daher muss ich diese Liste leider außer acht lassen – und zwar werde ich sie erst einmal vollkommen vergessen. Tut mir leid, aber es geht wirklich nicht, hatte es mir viel einfacher vorgestellt, mich daran zu halten... 
       
Ich werde auch in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr alle zwei Wochen von meinen Erfahrungen beim Abbau des SuB's berichten, sondern einfach nur hin und wieder einmal was zu meinem SuB sagen.
     
Liebe Grüße
Philipp

Montag, 23. August 2010

Interview Jilliane Hoffman

Kurz bevor ich „Mädchenfänger“ gelesen habe, suchte ich den Kontakt zu der Autorin Jilliane Hoffman und begann mit ihr zu schreiben. Wir haben uns Mails geschrieben und ich habe sie, einfach mal so, gefragt, ob sie mir ein paar Fragen für meinen Blog beantworten würde. Und sie hat sofort zugestimmt und hat mir die Fragen fleißig beantwortet. Viel Spaß und über Kommentare würde ich mich sehr freuen! :)


In „Cupido“ und „Morpheus“ warst Du bei der Beschreibung der Gewaltszenen sehr genau. Warum lies diese Genauigkeit bei „Vater Unser“ und „Mädchenfänger“ nach?
Das ist eine interessante Frage! Meiner Meinung nach enthalten sowohl Vater Unser als auch Mädchenfänger einige ziemlich brutale Szenen. Vielleicht habe ich mich bei den Gewaltszenen etwas zurückgenommen, weil die Opfer in Vater Unser und Mädchenfänger Kinder sind. Ich denke, dass die Leser Brutalität eher ertragen können, wenn es um Erwachsene geht, aber wenn Kinder und Tieren betroffen sind, das Buch weglegen würden.

„Morpheus“ endet offen. Warum? Wird es eine Fortsetzung geben? Oder willst Du, dass sich die Leser ihre eigene Gedanken machen?
Ich schreibe gerade an einer Fortsetzung zu „Morpheus“ um die Geschichte um C.J. Townsend und Bill Bantling zu beenden.

In „Mädchenfänger“ geht es um einen Serienmörder, der seine Opfer über das Internet kennenlernt. Warum hast Du Dich für diese Thematik entschieden? Willst Du Eltern warnen, dass sie aufpassen sollen, was ihre Kinder am PC machen?
Definitiv! Ich denke, dass viel zu viele Eltern den Computer in ihrem Haushalt als lebloses Objekt betrachten, von dem keinerlei Bedrohung ausgeht, vor allem dann, wenn er ausgeschaltet ist. Sie verstehen es entweder selber nicht, oder sie wollen es gar nicht verstehen, dass die Reichweite des Internets lang ist und welche irreparablen Schäden das Drücken einer einzelnen Taste auslösen kann. Ich selbst habe viel zu viele Eltern gesehen, die soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace bewusst ignorieren und dabei nicht mitbekommen, dass ihre Kinder sich dort treffen und sich mit ihren Freunden unterhalten. Was Chaträume betrifft, wissen viele Eltern noch nicht einmal was ein Chatroom ist oder wie oft dort Gespräche geführt werden, in denen es um Sex und Drogen geht. Sie haben auch keine Ahnung wie man eine Nachricht verfasst oder was „Sexting“ (die private Verbreitung erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers über MMS, Anm. d. Übers.) ist, oder wofür man einen AIM Account (AIM = AOL Instant Messenger, Anm. d. Übers.) braucht. Die kalte, harte Realität ist aber, dass dies die Orte sind, an denen Kinder und Jugendliche wirklich böse Menschen treffen können. Genau wie man seine Kinder davor warnen würde, mit einem Fremden im Park zu reden, sollten diese Eltern ihre Kinder davor warnen, sich mit Menschen, die sie nicht kennen, auf ihrer Facebook-Seite anzufreunden; und selbstverständlich niemals zustimmen, dass sie jemanden treffen, den sie im Internet kennengelernt haben.

In den ersten drei Büchern waren die Hauptpersonen immer Frauen. Warum jetzt plötzlich ein Mann?
Ich wollte einfach eine drastische Veränderung. Ich dachte, es wäre mal interessant, aus dieser Perspektive zu schreiben. In unserer Gesellschaft werden Männer immer noch als das Familienoberhaupt bezeichnet. Die Beschützer der Familie. Sie bringen den Müll raus und mähen den Rasen, und sie kümmern sich darum, dass alle Türen verschlossen und Frau und Kinder sicher in ihren Betten liegen, bevor sie selbst zu Bett gehen. In Familien, in denen der Vater dann auch noch Polizist ist, trifft dieses Klischee dann auch fast immer zu. In Mädchenfänger ist die Hauptfigur Bobby Dee ein gefeierter Sonderermittler, der eine Elitetruppe von Kommissaren anführt, die auf Kindesmissbrauch spezialisiert ist. Aber als seine eigene Tochter vermisst wird, merkt er, dass er genauso hilflos ist, wie jeder andere. Er ist nicht in der Lage sie zu finden und sicher nach Hause zu bringen. Ich wollte schildern, wie Bobbys selbst wahrgenommenes Scheitern als Vater, Ehemann und Polizist sein Handeln im wohl perversesten und kompliziertesten Fall seiner Karriere beeinflusst.

Du hast in Deinem ehemaligen Beruf als Staatsanwältin sicherlich viel Gewalt erlebt. Versuchst Du dies jetzt in Deinen Büchern zu verarbeiten?
Ich werde definitiv von den Fällen beeinflusst, die ich über die Jahre hinweg behandelt habe. Man kann nicht als Staatsanwältin mit Opfern von brutalen Verbrechen arbeiten und dabei nicht beeinflusst werden. Einige Geschichten werden mich wohl bis zu meinem Tod verfolgen. Ich denke, dass einige meiner besten Charaktere die Opfer, Polizisten, Richter und Verteidiger, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, als Vorlage haben.

Welches Deiner Bücher gefällt Dir besonders gut, und warum?
Ich liebe „Mädchenfänger“, wahrscheinlich weil ich selbst zwei Töchter im Teenageralter habe. Über Laineys Entführung und Bobby Dees verzweifelte Suche nach ihr zu schreiben, kam mir sehr real vor. Aus dieser Perspektive betrachtet ist es wohl der beängstigendste Roman, den ich je geschrieben habe. „Cupido“ hingegen war mein erster Roman. Auch wenn es fast ein Jahr gedauert hat, ihn zu schreiben, hatte ich die Geschichte schon über Jahre hinweg entwickelt während ich erst als Staatsanwältin und dann als Anwältin für FDLE ( Florida Department of Law Enforcement, Anm. d. Übers.) gearbeitet habe. Mein eigentliches Ziel war es, einfach nur die Geschichte aufzuschreiben, sie aus meinem Kopf heraus auf Papier zu bannen; ich habe es sehr genossen, es war als würde man zusehen, wie das eigene Baby groß wird und plötzlich das Medizinstudium beendet.

Dürfen wir uns über weitere Bücher von Dir freuen? Vielleicht sogar eins mit Bobby Dees oder einer Protagonistin aus Deinen anderen Büchern?
Alle meine Bücher spielen in Miami und rund um das Büro des Staatsanwalts und die diversen Polizeireviere in der Stadt. Ich habe diverse Charaktere in jedem meiner Bücher entworfen, so dass es möglich wäre, in zukünftigen Büchern Helden und Schurken zu kombinieren. Ich liebe Bobby Dee. Ich würde ihn gerne in ein Team mit Dom Falconetti oder Manny Alvarez oder John Latarrino stecken. Vielleicht für ein Shooting für einen Kalender…

Deine Thriller sind internationale Bestseller. Kannst Du Dir erklären warum? Und hast Du dir dies jemals vorstellen können?
Der Erfolg meiner Bücher überwältigt mich, besonders der in Deutschland. Das ist wirklich toll! Ich weiß die Unterstützung der Fans sehr zu schätzen. Ich denke, die Leute mögen meine Bücher, weil sie sehr realistisch sind. Die Geschichten dahinter sind fiktiv, aber sie sind definitiv von den Fällen, an denen ich über die Jahre hinweg gearbeitet habe, inspiriert. Ich denke sie fühlen sich real an, weil sie es in gewisser Hinsicht auch sind; und das spüren die Leser. Es gibt ihnen die Möglichkeit, völlig in die Geschichte einzutauchen und sich von ihr davon tragen zu lassen.

Könntest Du Dir auch vorstellen, etwas anderes außer Thriller zu schreiben?
Nein. Ich liebe es, Thriller zu schreiben – dieses Gänsehaut-Gefühl das man bekommt, wenn man ein richtig gruseliges Kapitel beendet. Ich liebe es, Leser an den Schauplatz eines Verbrechens mitzunehmen und ich liebe es in die Gedanken eines Mörders einzudringen. Auch wenn es definitiv Spaß macht, Sexszenen zu schreiben, denke ich nicht, dass sich Danielle Steele Sorgen machen muss.

Kannst Du noch normal in den Supermarkt um die Ecke gehen oder wirst Du überall auf Deine Bücher angesprochen?
Für mich ist eines der besten Dinge am Autorendasein, die Anonymität. Im Gegensatz zu einem Filmstar oder einem Fernsehstar kommt den Leuten vielleicht mein Name bekannt vor, aber nicht mein Gesicht, was bedeutet, dass ich normalerweise in aller Ruhe mein Müsli einkaufen kann ohne dabei all zu viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Für mich ist es das Größte, wenn ich jemanden dabei erwische, wie er mein Buch liest, im Buchladen um die Ecke, oder im Flugzeug, oder am Strand. Das kann sehr lustig sein. Einmal saß ich im Flugzeug neben einer Frau, die den ganzen dreistündigen Flug über mein Buch las. Mein Gesicht bedeckte das gesamte Buchcover, und trotzdem erkannte sie mich nicht, auch nicht als wir uns kurz unterhielten und sie das Buch auf ihren Schoß legte, mit dem Cover nach oben. Als wir von Bord gingen, fragte ich sie, ob das ein gutes Buch sei, das sie da lese. Glücklicherweise sagte sie „Ja.“ Es sei das beste Buch, das sie je gelesen habe. Ich fragte sie, wer es geschrieben habe. Sie antwortete „Jilliane Hoffman.“ Darauf sagte ich, dass ich mir das Buch dann wohl kaufen müsse um selber festzustellen, ob es wirklich so gut ist.

Warum hast Du deinen Job als Staatsanwältin aufgegeben?
Um „Cupido“ zu schreiben. Diese Geschichte habe ich über mehrere Jahre in meinem Kopf entwickelt bevor ich letztendlich in der Lage war, mich hinzusetzen und sie zu Papier zu bringen. Ich habe sogar versucht, „Cupido“ zu schreiben während ich noch bei FDLE gearbeitet habe, aber Gesetze hüten ist kein normaler Schreibtischjob und ich hatte zwei kleine Kinder zu dieser Zeit, also war es einfach nicht drin, einen Roman zu schreiben. Ich musste dann feststellen, dass der einzige Weg um tatsächlich einen Roman zu schreiben war, den Beruf, den ich wirklich geliebt habe, aufzugeben. Es war eine schwere Entscheidung, aber sie hat sich gelohnt. Und ich liebe es, Schriftstellerin zu sein. Ich kann spät nachts schreiben und bin da, wenn meine Kinder von der Schule nach Hause kommen. Das ist für mich wichtig.

Was sagt Deine Familie zu Deinem Erfolg?
Mein Ehemann ist mein Fels in der Brandung – er hat nie daran gezweifelt, dass ich Erfolg haben werde – von dem Tag an, an dem ich den Stift in die Hand nahm. Das ist sehr lustig, denn ich habe oft gezweifelt. Meinen Kindern ist es ein wenig peinlich, wenn ein Lehrer oder ein Trainer mich erkennt, oder meine Bücher liest. Aber sie sind ja auch Teenager und selbst einen Kuss in ihre Richtung zu hauchen, wenn man sie vor der Schule absetzt, lässt sie in die nächste Toilette flüchten um sich zu verstecken. Also denke ich, dass es ihnen auf eine positive Art peinlich ist. Meine Mutter ist sehr stolz auf mich und erzählt jedem, dass ich neben den blonden Haaren auch das Schreibtalent von ihrer Seite der Familie geerbt habe. Und mein Vater ist einfach nur stolz.

Dein Abschlusskommentar?
Ich möchte allen meinen Lesern dafür danken, dass sie meine Bücher lesen und sie so vielen weiterempfehlen, die einen guten Thriller lesen möchten! Ich wäre definitiv nicht so erfolgreich ohne die anhaltende Unterstützung und Loyalität meiner Fans. Es ist das positive Feedback auf Facebook und meiner Website das mich oft bis in die späte Nacht hinein am Schreibtisch hält!


Noch einmal vielen Dank an Jilliane Hoffman! Und auch Claudia-Marina möchte ich danken, denn sie hat meine Fragen und Jilliane Hoffman's Antworten übersetzt – ohne sie wäre das hier nicht möglich!

Sonntag, 22. August 2010

Sub-Abbau - Bericht 2

Mein SuB beträgt jetzt: 79 Bücher!

Habe einige Bücher vom SuB gestrichen, weil sie mich nicht mehr so sehr interessieren. Und durch einige gelesene Bücher im Urlaub und in den letzten Tagen, konnte ich mein SuB etwas abbauen!

Genauere Angaben kann ich leider nicht machen, denn es kommen jede Woche so viele Bücher bei mir an, dass ich jetzt total den Überblick verliere... sorry! In den letzten paar Ferientagen werde ich noch einmal fleißig lesen, aber auch wieder anfangen zu lernen - habe zuviel vergessen.

Den nächsten Bericht gibt es dann in zwei Wochen; bis dahin!

Samstag, 21. August 2010

Neues im Bücherregal

Ich habe jetzt nicht vor, hier regelmäßig über die Bücher berichten, die ich bekomme, denn müsste ich jeden Tag posten, aber immer wieder werde ich jetzt Bücher vorstellen, die ich von Verlagen bekomme und die besonders vielversprechend ist.


Das erste Buch, das ich vorstellen möchte, ist Fillory - Die Zauberer von Lev Grossmann! In dem Buch geht es um den hochintelligenten Quentin Coldwater, der sich eines Tages plötzlich an einem College für Zauberei wiederfindet und von nun an lernt, wie man zaubert...


Ich habe gestern mit dem Buch angefangen (direkt als ich es im Briefkasten gefunden habe) und kann schon sagen, dass es sich mehr als lohnt! Grossmann schreibt gut und man versinkt in dem Buch, wie Quentin in der neuen Welt.


Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich selbstverständlich eine Rezension schrieben, und: ich werde zwei Exemplare verlosen! :)



Natürlich kamen in den letzten Tagen einige andere Bücher noch dazu, aber ich möchte es erst einmal bei diesem hier belassen, da es für mich von den Büchern, die diese Woche kamen, am vierversprechendsten ist. Ich freue mich auf's Weiterlesen!

Donnerstag, 19. August 2010

Lumpenroman

Bolaño – ein Gigant der Weltliteratur!

Biancas Eltern sterben bei einem Autounfall und von da an lebt sie mit ihrem Bruder alleine. Da die Rente des Vaters fürs Leben nicht reicht, sucht sich Bianca einen Job und auch ihr Bruder muss arbeiten gehen. Bianca arbeitet in einem Friseursalon und ihr Bruder in einem Fitnessstudio; als Bianca eines Tages nach Hause kommt findet sie zwei Männer in ihrer Wohnung vor – zwei Freunde von ihrem Bruder, die ab sofort im Schlafzimmer Biancas Eltern schlafen.

Die beiden Männer vermitteln Bianca als Prostituierte an den ehemaligen und blinden Bodybuilder und Schauspieler Maciste. Sie schläft Nacht für Nacht mit ihm und durchsucht heimlich, ohne das Maciste es weiß, das Haus des ehemaligen Schauspielers auf der Suche nach einem Safe, der laut den beiden Männern, voll mit Geld ist. Sie hat keine Ahnung, auf was sie sich eingelassen hat, als sie zusagte.

Das Hörbuch zum „Lumpenroman“ ist großartig – die Sprecherin, Winnie Böwe, bringt mit ihrer Stimme die Trauer, Negativität und Aussichtslosigkeit des Protagonisten herüber. Böwe und Bolaño sind ein tolles „Team“ - er schreibt ein traurigen, aber trotzdem wundervollen Roman und sie gibt dem ganzen eine Stimme.

Hervorragend – lesen oder hören, aber auf jeden Fall genießen!